Design

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"mono", Armatur, 2019

Designstudien

In frühen Phasen des Concept Modeling ist Flexibilität von zentraler Bedeutung. Subdivision Surfaces sind dafür sehr gut geeignet, da sie die gewünschte Form durch ein vereinfachtens Poligonnetz annähern. Die Modifizierungen erfolgen am groben  Modell, zugleich wird dieses aber in beliebigen Abstufungen verfeinert und geglättet. Dadurch eignen sich Subdivision Surfaces besonders gut zum Modellieren organischer Flächen und Körper.

Definitionen:
Subdivision Surfaces (Wikipedia)
OpenSubdiv (Pixar)

Das Arbeiten mit Parametern oder Modifikatoren ist ebenfalls sehr gut zum flexiblen, variantenreichen Modellieren geeignet. Für die Armatur „loop“ wird ein langgestreckter, durch zwei Radien definierter Kegelstumpf im ersten Schritt um einen bestimmten Winkel geneigt und danach nach bestimmten Zahlenwerten spiralig eingerollt. Diese numerischen Parameter können im Nachhinein verändert und aufeinander abgestimmt werden.

Ist der Entwurfsprozess abgeschlossen und die endgültige Formentscheidung getroffen, wird das gesamte Objekt als exaktes NURBS-Modell neu konstruiert und detailliert. Um den hohen Ansprüchen an Flächenästhetik (Krümmungs- oder tangentiale Stetigkeiten, etc.) gerecht zu werden, kommen verschiedene Evaluierungs- und Analysewerkzeuge zum Einsatz. Das Spiegelungsverhalten ist dabei ein entscheidendes formbestimmendes Kriterium.

Definitionen:
NURBS (Wikipedia)
NURBS (Rhino3d)

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Olivenschälchen

Degustationsgefäß für Olivenöl, 2021

Die Agentur Oberhammer wird vom Fischrestaurant Ocean in Alporchinhos, Portugal beauftragt, ein kleines Degustationsgefäß für hauseigenes Olivenöl herzustellen.

Der Deckel wird im Hohlguss hergestellt, das Unterteil in einer zweiteiligen Form im Kernguss. Für den nachträglich aufgarnierten Fußring wurde eine eigene zweiteilige Form hergestellt.

Eine vom Kunden gewählte Olive diente als Grundlage für das polygonale Konzeptmodell. Darauf aufbauend wurde in Rhino / Grasshopper ein detailliertes NURBS-Modell generiert, die umschließenden Gießformen mit Schlössern aus Solid Bodies. Von letzteren wurden die Mutterformen subtrahiert und als 3D-Drucke (SLS) hergestellt.

Aus drei verschiedenen Vorschlägen für die Ausführung der Porzellanoberfläche (unglasiert, grün, vergoldete Tansparentglasur) wählte der Kunde schließlich den zweiten und lieferte dazu einen zahlencodierten Farbwunsch aus der Pantone Tabelle. Der entsprechende Farbkörper wurde vom Glasurfarbwerk Widhalm entwickelt.

Formenbau

Porzellanguß

Nullserie

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Aerial Jewellery

Fa. Swarovski, 2015-17

Seit 2015 entwickelt die Fa. Swarovski eine Software, welche traditionelle Techniken der Schmuckherstellung auf digitalem Weg nachbildet und zugleich zeitaufwändige Herstellungsmethoden (z.B.Pavé) automatisiert.
Das Endprodukt sollte ein benutzerfreundliches Entwurfs- und Produktionstool für Schmuckdesigner sein, aber auch Gestaltern mit handwerklichem Hintergrund einen einfachen und intuitiven Einstieg in computergestützte Designprozesse ermöglichen.

Ich wurde beauftragt, dieses Projekt extern zu begleiten. Als Vermittler zwischen Designern und Technikern habe ich auf Grundlage eigener Algorithmen Vorschläge entwickelt, welche von Programmierern zu parametrischen Tools auf Basis stabiler Routinen weiterentwickelt wurden. Auch die Verpackung dieser Werkzeuge in selbsterklärende Interfaces habe ich begleitet.

Für die Umsetzung von Konzept- und Auftragsarbeiten firmeninterner Designer sowie die Entwicklung eigener Designs und Konzepte bediente ich mich zunächst marktüblicher CAD-Software, mit laufendem Projektfortschritt wurden Betaversionen der Software eingesetzt und optimiert.

Mit der traditionellen Pavé-Technik werden Schmuckstücke möglichst dicht mit gleich geformten Edelsteinen besetzt. Das Autopavé-Modul – ein zentraler Bestandteil der Software – reduziert die Trägerstruktur der Kristalle auf ein dreidimensionales, in einem speziellen Druckverfahren hergestelltes Gitternetz. Durch diese Reduktion können Schmuckstücke bei gleichem Gewicht nun wesentlich voluminöser ausfallen.

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Waterstones

modulares Wasserspiel, 1996-98

Waterstones zeichnet die Topologie einer Quelle abstrahierend nach. Als „Stoff des Werdens“ begleitet Wasser unsere Geschichte von vorantiken Schöpfungsmythen bis zum Symbol für die „ungeordnete Fülle des Unbewussten“ in der modernen Psychologie.  Die Quelle steht in besonderem Maß für Reinheit. Der „Quellstein“ gibt dieser bildreichen Symbolik einen schlichten Rahmen und setzt zugleich die technischen Notwendigkeiten materialgerecht um.

Ein schlichter Grundkörper aus Sanitärporzellan, von unten mit Wasser gespeist, bildet das Grundelement des modularen Wasserspiels.

Die flache, kompakte Bauweise und die Integration aller technischen Bestandteile erlauben den Einbau in die Fußbodenkonstruktion.

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Das Licht, das mit dem Wasser durch kreisförmige Öffnungen an die Oberfläche drängt, verleiht dem Ensemble seinen besonderen Reiz, indem es die zart schwingenden Wasserbewegungen als Projektionen an die Raumdecke zeichnet.

Die Umsetzung des Quellsteins in Sanitärporzellanguss erfolgte in Zusammenarbeit mit der Fa. Laufen im Gmundner Werk.
Waterstones wurde 1998 mit dem Gold Award der International Ceramics Design Competition in Mino / Japan ausgezeichnet.

„My suggestion to future participants of the International Competition: be more adventurous but be human. Such aesthetic and spiritual values are being found in this year's Gold Award.“

Alan Chan, jury member
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Barbarella

Positronen-Kachelofen, Sogo, 4027

 […] vor den Toren der zerstörten Stadt entdecken die beiden, dass auch Pygar überlebt hat und er kehrt mit ihnen auf Barbarellas Raumschiff zurück. Barbarella schlägt Pygar breit, die Nacht mit ihr im Orgasmotron zu verbringen, während der große Diktator vorzieht, sich an Barbarellas Positronen-Kachelofen von den stapaziösen Abenteuern zu erholen.

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