Formenbau

Olivenschälchen

Degustationsgefäß für Olivenöl, 2021

Die Agentur Oberhammer wird vom Fischrestaurant Ocean in Alporchinhos, Portugal beauftragt, ein kleines Degustationsgefäß für hauseigenes Olivenöl herzustellen.

Der Deckel wird im Hohlguss hergestellt, das Unterteil in einer zweiteiligen Form im Kernguss. Für den nachträglich aufgarnierten Fußring wurde eine eigene zweiteilige Form hergestellt.

Eine vom Kunden gewählte Olive diente als Grundlage für das polygonale Konzeptmodell. Darauf aufbauend wurde in Rhino / Grasshopper ein detailliertes NURBS-Modell generiert, die umschließenden Gießformen mit Schlössern aus Solid Bodies. Von letzteren wurden die Mutterformen subtrahiert und als 3D-Drucke (SLS) hergestellt.

Aus drei verschiedenen Vorschlägen für die Ausführung der Porzellanoberfläche (unglasiert, grün, vergoldete Tansparentglasur) wählte der Kunde schließlich den zweiten und lieferte dazu einen zahlencodierten Farbwunsch aus der Pantone Tabelle. Der entsprechende Farbkörper wurde vom Glasurfarbwerk Widhalm entwickelt.

Formenbau

Porzellanguß

Nullserie

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Organoids

Schalungsform für Carport, 2012

Die Firma Organoids beschäftigt sich mit Baumaterialien aus natürlichen, nachwachsenden Rohstoffen. Zwischen 2010 und 2014 wurde mit holzspan- und heuarmiertem Spritzbeton experimentiert.

Die aus 33 Teilen zusammengeschweisste, aufblasbare Stützform aus hochfestem TPU wird vor Ort mit diesem Werkstoff überformt. Nach dem Aushärten des Betons wird die Luft aus dem wiederverwendbaren Folienkörper abgelassen, der nun leicht entfernt werden kann.

Waterstones

modulares Wasserspiel, 1996-98

Waterstones zeichnet die Topologie einer Quelle abstrahierend nach. Als „Stoff des Werdens“ begleitet Wasser unsere Geschichte von vorantiken Schöpfungsmythen bis zum Symbol für die „ungeordnete Fülle des Unbewussten“ in der modernen Psychologie.  Die Quelle steht in besonderem Maß für Reinheit. Der „Quellstein“ gibt dieser bildreichen Symbolik einen schlichten Rahmen und setzt zugleich die technischen Notwendigkeiten materialgerecht um.

Ein schlichter Grundkörper aus Sanitärporzellan, von unten mit Wasser gespeist, bildet das Grundelement des modularen Wasserspiels.

Die flache, kompakte Bauweise und die Integration aller technischen Bestandteile erlauben den Einbau in die Fußbodenkonstruktion.

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Das Licht, das mit dem Wasser durch kreisförmige Öffnungen an die Oberfläche drängt, verleiht dem Ensemble seinen besonderen Reiz, indem es die zart schwingenden Wasserbewegungen als Projektionen an die Raumdecke zeichnet.

Die Umsetzung des Quellsteins in Sanitärporzellanguss erfolgte in Zusammenarbeit mit der Fa. Laufen im Gmundner Werk.
Waterstones wurde 1998 mit dem Gold Award der International Ceramics Design Competition in Mino / Japan ausgezeichnet.

„My suggestion to future participants of the International Competition: be more adventurous but be human. Such aesthetic and spiritual values are being found in this year's Gold Award.“

Alan Chan, jury member
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Basis x

CAD, Formenbau, 1999

Auftraggeberin:
Duygu Uzun

Die Rauminstallation „ Basis x “ ist ein modular aufgebautes Gefüge aus identen tetraedrischen Porzellankörpern. Für die Umsetzung wurde ich von der Künstlerin Duygu Uzun mit dem Modell- und Formenbau beauftragt.
Bereits für die Gießform sollte ein modulares Prinzip gefunden werden, um mit einem relativ unaufwändigen Formenbau identische Porzellanrohlinge in großer Stückzahl erzeugen zu können.

Die Urmodelle (1) wurden mittels CNC-Fräse hergestellt und von diesen die Formeinrichtungen (2) mit einem PU-Compoundmaterial (gummielastische Oberfläche, starr hinterfüttert) abgeformt. Die Formteile (3) schließlich wurden auf konventionellem Weg mit Formengips von den Einrichtungen abgenommen.

Das modulare System der Gießform folgt wie das Endprodukt einer tetraedrischen Symmetrie und verbindet zwei Formteile in jeweils 4-facher, identischer Ausführung zu einer 8-teiligen Gießform. Die Porzellanrohlinge wurden mittels Schwenkguß in dieser geschlossenen Form hergestellt.

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